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19 febbraio 2009
In questa breve corrispondenza
da Gerusalemme il giornalista del Berliner Kurier parla di
una stazione molto particolare.
All for Peace Radio opera su FM 107.2 su conduzione mista
israelo-palestinese. Gli studi sono a Gerusalemme, il trasmettitore
a Ramallah.
Fondata nel 2004, All for Peace riceve gli aiuti finanziari
dall'Europa e la Germania e tra i suoi sostenitori c'è
l'arabo-tedesco Oliver Hafke Ahmad, imprenditore musicale,
sassofonista e co-fondatore dell'emittente berlinese Jazz
Radio 101.9.
L'obiettivo della stazione pacifista è naturalmente
il dialogo tra le due parti, il tentativo, sommesso, di attenuare
il lodernden Hass, l'odio bruciante. Di mostrare che dietro
questa fiamma che offusca il campo visivo di molti, aggirato
il temibile ostacolo, c'è una convivenza possibile.
Gaza-Konflikt
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Stimme des Friedens soll den lodernden
Hass löschen
Im "All for Peace Radio"
moderieren Israelis und Palästinenser gemeinsam
Von Peter Brinkmann
Es sind Bilder, die um die Welt gehen.
Hier tobende arabische Demonstranten, die israelische Flaggen
verbrennen. Dort wütende jüdische Siedler, die Israels
Armee wieder nach Gaza schicken würden. Ständig
schlagen Raketen auf beiden Seiten ein. Überall herrscht
Hass! Und doch gibt es eine israelisch-palästinensische
Friedensstimme. Das "All for Peace Radio"-Projekt
wird aus Berlin unterstützt.
Das Studio in der Clermont Ganeau Straße 5 in Jerusalem
ist eher klein. Aber das, was von hier aus in den Äther
geht, zeugt von Reife und Größe. Es wird für
die Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern
geworben. Mit einem gemeinsam betriebenen Radio.
"2002 hatten wir die Idee, seit 2004 senden wir",
erzählt der (israelische) Direktor Mossi Raz. Zusammen
mit der palästinensischen Co-Direktorin Maysa Baransi-Siniora
leitet er den Sender. "All for Peace Radio" ist
der einzige Kanal im Nahen Osten, in dem israelische und arabische
Journalisten gemeinsam zu Wort kommen.
Moderiert wird in Hebräisch und Arabisch. Die Studios
befinden sich auf israelischem Gebiet in Jerusalem, die Antenne
jedoch steht in Ramallah, auf dem Gebiet Palästinas.
Raz: "Wir glauben an den Frieden und daher propagieren
wir ihn. Der Krieg muss ein Ende haben zwischen unseren Völkern."
Während der Sendungen kommt es zu demokratischen Diskussionen,
in denen der Gewalt abgeschworen wird. Aller Anfang war schwer.
Zunächst musste das Radio ausschließlich im Internet
senden, inzwischen hat es mehrere UKW-Frequenzen.
Auch Friedensradio kostet Geld. Und das kommt zum größten
Teil aus Berlin. Axel El-sohn vertritt in Berlin die israelische
Friedensbewegung "Givat Haviva". Er holt das Geld
aus den Töpfen der Europäischen Union und den USA,
zudem aus den Taschen der Berliner. "Wir brauchen immer
Spenden", sagt er.
Seit 2005 gibt es eine Kooperation zwischen dem Sender und
der Humboldt-Universität. Berliner Studenten helfen beim
Marketing, entwickeln Konzepte, wie das "All for Peace
Radio"-Projekt kostendeckend arbeiten könnte. Selbst
Klaus Wowereit hat als Regierender Bürgermeister das
"All for Peace Radio" in Jerusalem besucht.
Beim Projekt mit dabei ist auch der deutsch-arabische Unternehmer
Hafke Ahmad. Er war Mitbegründer des "Jazz Radio"
in Berlin, jetzt ist er aktiver Unterstützer des Friedensradios.
In Ramalah, der inoffiziellen Hauptstadt Palästinas,
treffe ich Abdallah Frangi. Der war von 1993 bis 2005 Generalbevollmächtigter
("Botschafter") der PLO in Deutschland, ist heute
"Generalbevollmächtigter der Fatah Partei für
Außenpolitik" unter PLO-Präsident Mahmoud
Abbas. Er sagt übers Radio: "Eine sehr gute Sache.
Wir hören den Sender oft. Er ist objektiv, zeigt eben
beide Sichtweisen. Das sind die Menschen hier nicht gewohnt.
Sie hören immer nur die eine Seite. Und was dort gesagt
wird, ist nicht immer richtig."
Im "Eastern Hotel" in Ramalah frage ich einige Palästinenser,
ob sie das Radio kennen. "Ja", sagt Fatima, die
mir den Tee serviert. Und fügt an: "Ich habe das
schon mal gehört. Das ist sehr angenehm. Die brüllen
dort nicht so wie in unseren Sendern." Auf der Rückfahrt
nach Jerusalem läuft das Autoradio. Die Musik erinnert
an Marschmusik, die Schreierei an Nazi-Goebbels. Es läuft
eine böse Propagandasendung gegen die "Zionisten"
in Israel. Schade, dass ich den Sender "All for Peace"
nicht sofort finden kann. Er sollte in jedem Leihwagen in
Israel und Palästina voreingestellt sein ...
Mehr Informationen: Im Internet unter www.allforpeace.org
und bei Alex G. Elsohn, Dominicusstraße 32, 10827 Berlin.
(radiopassioni.it)
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